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Mittwoch, 4. April 2012

SMS-Kodierung zwingt mich zu typografischen Fehlern

Seitdem ich in der Gestaltung die Typografie – genau genommen Detailtypografie – versuche richtig einzusetzen, wird mir das Leben oft durch technische Aspekte schwer gemacht. Damals berichtete ich diesbezüglich schon einmal.

Jetzt ist mir wieder etwas derartiges untergekommen. Als ich versuchte mit meiner Detailverliebtheit in der Typografie eine SMS zu schreiben wurde ich bitter enttäuscht. Dies mal machte mir die SMS-Kodierung mit 7 Bit einen Strich durch die Rechnung.


In einer SMS wollte ich typografisch korrekt einen Gedankenstrich setzen. Also wählte ich den Zeichensatz in meinem iPhone aus und selektierte durch Gedrückthalten der Bindestrichtaste den Gedankenstrich.


Bis hier hin ist alles ok – es sieht gut aus. Doch wenn man auf den Zeichenzähler oberhalb des Sendebuttons achtet fällt auf, dass mir für diese SMS nunmehr keiner 160 Zeichen sondern nur noch 70 zu Verfügung stehen. Doch warum?

Das Gleiche passiert mit anderen Zeichen …



















Doch woran liegt das jetzt? Es ist eigentlich ganz einfach; Wikipedia gibt die Antwort. SMS werden in Bits kodiert. Für unseren Fall sind 2 Kodierungsverfahren wichtig: einmal die 7- und einmal die 16 Bit-Kodierung:

7 Bit, 160 Zeichen
Für SMS-Textnachrichten bei denen ein begrenzter Zeichenvorrat zur Darstellung ausreichend ist. Der Text kann pro Nachricht bis zu 160 Zeichen enthalten (7 Bit/Zeichen × 160 Zeichen = 1.120 Bit). Jeweils 7 Bit werden als ein Zeichen interpretiert, was den Vorrat an darstellbaren Zeichen grundsätzlich auf 128 beschränkt. Diese 128 Zeichen sind im 7-Bit-Basiszeichensatz festgelegt. Es existieren mehrere Mechanismen mit denen der Vorrat an darstellbaren Zeichen erweitert werden kann.


16 Bit, 70 Zeichen
Unicode UCS2, d. h. auf BMP (Basic Multilingual Plane) beschränktes UTF-16. Unicode-Nachrichten werden für alle anderen Schriftsysteme benötigt, z. B. Arabisch, Hebräisch, Kyrillisch und Lateinisch mit anderen Sonderzeichen. Eine Unicode-Nachricht ist begrenzt auf 70 Zeichen (16 Bit/Zeichen × 70 Zeichen = 1.120 Bit).

Das heißt im Klartext: Wenn ein Zeichen nicht im 7 Bit-SMS-Kodierungsverfahren enthalten ist, wird das 16 Bit-SMS-Kodierungsverfahren angewendet.

Fazit: Wer Geldsparen will, schreibt typografisch unsaubere Nachrichten. Der Typogott wird es euch verzeihen.


Dienstag, 13. Dezember 2011

TypoJournal 3: Wandel

Vor 2 Stunden hat Ralf Hermann über Facebook das neue TypoJournal angepriesen, für welches ich einen Artikel schreiben durfte! Ralf, danke für die nette und vor allem unkomplizierte Zusammenarbeit! Und jetzt der allbekannte Ebay-Verkäufer-Bewertungssatz: Immer wieder gerne!

Ralf schreibt zum TypoJournal folgendes (fonts.info):

Zum Inhalt

»Erkennst du klar, dass sich alle Dinge verändern, dann wirst du an nichts festhalten wollen.« Laotse
Schrift, Sprache und Design wandeln sich fortwährend. Doch wie lange und aus welchen Gründen müssen Traditionen gepflegt werden? Müssen gebrochene Schriften nach 100 Jahre alten Satzregeln gesetzt werden? Sind Anglizismen ein Zeichen für den Verfall der Sprache? Welche Rolle spielen Handschrift, Bleisatz und Buchdruck noch in der digitalen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts? Sollte man die deutsche Rechtschreibung einfach so von heute auf morgen ändern und kann man einfach einen neuen Buchstaben wie das große Eszett einführen und durchsetzen?
Dies sind keine einfachen Fragen und im dritten TypoJournal setzen wir uns daher ausführlich mit diesen und weiteren spannenden Themen rund um den Wandel in Schrift, Sprache und Design auseinander. Der Umfang des Magazins hat sich im Vergleich zur letzten Ausgabe noch einmal vergrößert und auch dieses Mal konnten wir 
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Die Artikel der Ausgabe

  • Ist die deutsche Sprache vom Verfall bedroht? Prof. Dr. Rudi Keller
  • Schriftmuster im Wandel. Henning Krause
  • Bleisatz und Buchdruck im 21. Jahrhundert. Martin Z. Schröder
  • Der Antiqua-Fraktur-Streit im 21. Jahrhundert. Ralf Herrmann
  • Eine Kursive für die Fraktur. Joshua Krämer
  • Die Berliner Verkehrsbetriebe im Wandel der Zeit. Lars Krüger
  • Das Eszett, eine scharfe Type. Nadine Roßa
  • Das Eszett kommt endlich groß heraus. Ralf Herrmann
  • Corporate Design im Umbruch. Kathrin van der Merwe
  • Papiernormen: Raumnot und Weltformat. Thomas Maier
  • Das typografische Manifest. Emanuelle Typographique
  • Sie haben Ihr Ziel erreicht. Das Ende des Kartenlesens. Ralf Herrmann
  • Fingerübungen bei marke.6 in Weimar. Severin Wucher

Umfang: 112 Seiten, durchgehend farbig
Format: A4
P.S. Leider habe ich das TypoJournal 1 verpasst und demnach nicht in meinem Regal stehen! Das ist äußerst bedauerlich, da – meiner Meinung nach – das Typojournal mit Abstand das beste – mir bekannte – deutschsprachige Typo- und/oder Grafikdesign-Magazin auf dem Markt ist.  
Hier kann man es kaufen.
















Auszug aus dem Heft:

Samstag, 12. November 2011

Jetzt reicht es! Rote Karte wegen Regelverstoß!

Gerade gehe ich auf Bundesliga.de um mir die Zusammenfassung des gestrigen Länderspiels anzugucken. Und wen treffe ich an? Das »ß« im Versalsatz! Na hoppala! Ein GROBER – oder soll ich vielleicht GROßER schreiben – Regelverstoß! Kann man sehen, wie man will. Ich kann es bald nicht mehr sehen! *pfifffffffff* (Lars)



Freitag, 11. November 2011

Kinofilm Anonymus mit ß im Versalsatz

Langsam nervt es sogar mich: die Benutzung des ß im Versalsatz. Hier kann man lesen, was damit gemeint ist. Im deutschen Trailer zum Film Anonymus wird genau dieser Fehler (ß im Versalsatz) begangen. Hätte ich nicht gedacht. Naja, obwohl … der Regisseur, Roland Emmrich, hatte ja nur 26 Millionen zu Verfügung – da musste der Typograf eingespart werden. (Lars)




Mittwoch, 9. November 2011

Heute bei Hunkemöller: 2 CUPS GRÖBER

Ich kann einfach nicht aufhören mich hier als Besserwisser zu präsentieren. Manchmal ist es aber nicht nur traurig, sondern auch witzig wie sich einige Unternehmen typografisch darstellen. Heute im Ringcenter Berlin habe ich diesen tollen Aufkleber bei Hunkemöller gesehen. Wieder findet sich fälschlicherweise ein ß in mitten von Großbuchstaben. Und so wird – zumindest optisch gesehen – aus GRÖßER schon mal GRÖBER. Richtig wäre es so: GRÖSSER

Da kann man doch nur hoffen, dass der MAXIMIZER nicht falsch verstanden wird … (Lars)



Sonntag, 16. Oktober 2011

Wer kennt sie nicht: Die guten alten GRUBKARTEN

Und auch heute habe ich wieder was zu meckern: Selbst bei Thalia findet sich ein ß in Mitten von Großbuchstaben wieder und macht so aus GRUSSKARTEN eben das Wort GRUBKARTEN. (Lars)

„Weltverbesserer sind das Problem, für dessen Lösung sie sich halten.“ Alfred Selacher





Freitag, 14. Oktober 2011

Typografische Soße: McDonald's führt neue Geschmacksrichtung SÜBSAUER ein

Bei McDonald's ist mir vor Kurzem eine neue Soße in die Hände gefallen – SÜBSAUER. Oder hat sich in die Großschreibung fälschlicherweise ein Eszet eingeschmuggelt? Oder ist es schon das neue Versal-Eszet? Mir egal, ich mag beides nicht – also Eszet innerhalb der Großschreibung oder das Versal-Eszet. SÜSSSAUER hingegen gefällt nicht nur typografisch, sondern auch geschmacklich sehr gut. (Lars)

„Weltverbesserer sind das Problem, für dessen Lösung sie sich halten.“ Alfred Selacher


Mittwoch, 28. September 2011

Nachtrag zu Detail-Typografie: Minus, Plus und Gedankenstriche

Unbedingt Ralf Herrmanns Kommentar zum heutigen Detailtypografie-Beitrag lesen!

Bild: rahego | Flickr

Detail-Typografie: Minus, Plus und Gedankenstriche

„Dieses Minuszeichen sieht aber komisch aus!“
Heute fiel mir ein ganz besonderes Problem in die Hände: Minuszeichen ≠ Minuszeichen.

Der Laie denkt sich nichts dabei, wenn er das Minuszeichen auf seiner Tastatur in die Tabellenkalkulation „hämmert“. Was sollte er sich auch denken!?! Man würde doch nie auf die Idee kommen, dass das vermeintliche Minuszeichen auf der Tastatur überhaupt keins ist! Und doch – genauso ist es! Das Minuszeichen auf der Tastatur ist ein Bindestrich! Aber warum?

Im Internet bin ich diesbezüglich auch nicht schlauer geworden. Meine Theorie: Es gibt Computer mit 1 und 2 Bindestrich-Tasten. Laptops haben oft nur eine dieser Tasten. Wenn ein Ziffernblock vorhanden ist findet man häufig noch eine zweite dieser Tasten. Wenn man diese 2 Tasten jetzt unterschiedlich belegen würde, könnte es zu Missverständnissen kommen. Beispiel: Eine Webadresse wird nicht – wie es richtig ist – mit Bindestrich, sondern mit Minus in den Browser eingegeben und kann demzufolge nicht aufgerufen werden. Dies ist nur ein kleiner Umstand, welchen man auch verkraften könnte. Die Sache sieht dann aber schon anders aus, wenn man sich beispielsweise das Programmierungen von irgendwelchen Maschinen vor Augen führt, wo ein Bindestrich oder ein Minus unterschiedliche Reaktionen bewirken.

Sicher gibt es noch triftigere Gründe. Das Ziel dieses Artikel soll jedoch sein diesen Missstand aufzuzeigen; und danach – wenn überhaupt gewünscht/gewollt – typografisch korrekte Minuszeichen zu setzen. Denn ein Bindestrich anstatt eines richtigen Minuszeichens sieht irgendwie komisch aus. Das verdeutlicht das von mir erstellte Bild ganz gut:


Tastenkürzel gibt es bei Mac – so wie ich es gesehen habe – leider nicht. Man muss sich das Zeichen also aus der Zeichenübersicht holen. Symbole > Mathematische Symbole > Unicode 2212



Oder man arbeitet sowieso mit Indesign und Illustrator:



Oder kopiert einfach das überdimensionale Minus aus der Zeichenfolge (+08 − 15) und fügt es in euren Text ein:

+08 − 15

Verbesserungsvorschläge bitte an mich. (Lars)

Freitag, 16. September 2011

UPS (United Parcel Service) mit zusammengewürfelter Hausschrift

Als ich gestern auf dem Weg nach Hause, war fiel mein Blick auf die Schrift eines am Straßenrand stehenden UPS-Wagen. „UPS verwendet als Hausschrift die Dax!“, dachte ich bei mir und ging weiter. Doch irgendetwas war komisch: „Dax mit einem doppelstöckigen g?“ 

Als heute morgen Severin Wucher bei Facebook das Bild eines UPS-Wagen und dessen Schrift postete, wurde ich in meiner gestrigen Verwunderung bestätigt: es war tatsächlich etwas komisch. Severin schrieb zu dem Bild: „Find the mistake: UPS replaced the lower-case ‘g’ of its corporate typeface Dax with Meta. But why?“


Ich fing an zu recherchieren und wurde fündig. Ich fand einen super spannenden Beitrag auf Fontblog.de. Viel Spaß beim Lesen (Lars):

Lizenzstreit: FSI schließt Vergleich

Auf Typophile erschien in den frühen Morgenstunden eine Pressmitteilung von FSI FontShop International zu einem länger schwelenden Schriftlizenzstreit: Man habe sich mit einem nicht genannten Corporate-Design-Unternehmen verglichen. Kommentatoren im Forum steuerten Ross und Reiter bei: es geht um die Schrift FF Dax, von Future Brand für das Redesign des Logistik-Konzerns UPS eingesetzt und nach Auffassung von FSI nicht ordentlich lizenziert.




Bei der beklagten Schrift handelt es sich um eine (so die Schriftexperten bei Typophile) eigentümlich modifizierte FF Dax mit einem kleinen g aus der FF Meta, ebenfalls eine Schrift aus FSIs FontFont-Bibliothek. Dieser Zwiebelfisch war dem Fontblogger schon vor Monaten aufgefallen:



Die Übersetzung der Pressemitteilung: »FSI Fonts und Software GmbH (FontShop International) gibt heute bekannt, dass es einen Vergleich mit einem international anerkannten strategischen Markenentwicklungsunternehmen geschlossen hat, dessen Gegenstand eine Streitigkeit über Entwurf, Schöpfung und die Lizenzierung einer Schrift war – Bestandteil einer Arbeit für einen Kunden dieses Unternehmens.Das Unternehmen bestritt und verteidigte sich energisch gegen Vorwürfe, dass die besagte Schrift die Urheberrechte FSIs berühre oder dass die Schrift eine nicht-autorisierte Ableitung der von FSI herausgegebenen Schriften FF Dax und FF Meta sei. FSI erhob seine Vorwürfe im Februar 2005.Ohne jede Haftungszusage vereinbarten die Partner diese Angelegenheit gemäß den Bedingungen einer vertraulichen Vergleichsvereinbarung zu lösen, um die Unsicherheiten, Belastungen und Kosten eines möglichen langen Rechtsstreits zu vermeiden. Bestandteil des Vergleichs ist die Zusage des Unternehmens, 17.500 Dollar an FSI zu zahlen.« 

Die erste Kommentar zur Pressemitteilung auf Typophile:
Yves Peters: »Glauben die Future-Brand-Leute wirklich, dass wir alle blind und doof sind?«
Jared Benson: »Eine Lehre für Corporate Designer: Man kann nicht einfach an ein paar Buchstaben schrauben und das Ergebnis als seine eigene Schöpfung verkaufen.«
Chris Keegan: »Futura Brand ist viieel zu billig davon gekommen. Ich bin sicher, dass sie UPS mehr als 17 K für deren ›eigene Schrift‹ abgeknöpft haben.«

Dienstag, 13. September 2011

What can you do with a steamroller?

If you look-up the dictionary for the word “Steamroller” this is probably what you’ll see:

Steamroller |ˈstēmˌrōlər|
A heavy, slow-moving vehicle with a roller, used
to flatten the surfaces of roads during construction.

I think the dictionaries need some update as last week students at OTIS College of Art and Design in Los Angeles used a Big Ass Steamroller to make print! Students brought their large size wood carved art works to print under supervision of the artist Sean Starwars. Yep, that’s his name! Sean is an artist from Mississippi who flew to Los Angeles last week to conduct this crazy woodcut printmaking event at OTIS. It was such fun event and of course I went there to report it for our ghostly blog readers. 

Please enjoy! (Sam Anvari, Los Angeles Branch)


OTIS Steamroller Printmaking Festival 2011








Mittwoch, 31. August 2011

Christlicher Garten | Garten der Welt | Berlin, Marzahn

Man glaubt es kaum. Mitten in Marzahn gibt es einen Fleck der wirklich schön ist: der Garten der Welt. Damals berichtete der Fontblog ausführlich über die Entstehung und Gestaltung des Teilbereichs Christlichen Garten. (Lars)







Dienstag, 9. August 2011

Type Masters

Dan Reynolds war so großzügig für uns über die Type Masters-Ausstellung in der Mota Italic Gallery zu schreiben. Ganz großen Dank dafür an ihn für den großartigen Beitrag!

»Type Masters is the second exhibition at the Mota Italic Gallery, Schliemannstraße 34. It runs from July 26 through August 27, 2011. Brief displays of 24 new typefaces are displayed, designed by most of the students from the 2011 masters classes of the Department of Typography and Graphic Communication at the University of Reading (UK) and the type]media course at Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten in the The Haugue (NL). Each included typefaces is presented in a black and white A3 specimen, created by the respective designer. These specimen are hung by typeface name, in alphabetical order. For each typeface, the designers also provided a 140-character-long description.

The exhibition opening on Thursday, July 28, was well-attended; over 100 Berlin-based designers were counted. Until August 27, Type Maters is open daily – except Sundays and Mondays. There is a small preview of the exhibited works on the Mota Italic Gallery website, as well as a good bit of information about it typeface and its designer. The gallery printed a small, folded brochure for the exhibition repeating some of the information, with thumbnail images of the included typefaces.

For their previous exhibition, Capital: Berliner Buchstaben, Mota Italic produced a small book. My favorite part of this catalog (which is still available for sale) is the introductory essay by Jan Middendorp, explaining the growth of the Berlin type design scene in recent decades. This exhibition is also one that would have benefited from an accompanying text by Jan. In his book Dutch Type (2004), Jan already wrote extensively about type design instruction at KABK. An independent survey of work designed in Reading during the last decade has not yet been written. I would be interested on an independent article discussing type design education at KABK and the University of Reading today. This exhibition – the first joint showing of student work from both programs – would have been an appropriate opportunity to publish thoughts in this direction. I find Type Masters to be a great gesture. Before now, none of the MATD typefaces from their class of 2011 had been seen. Although this could well be because their course does not end until September, whereas type]media 2011 finished up a few weeks ago. Still, the KABK typefaces are already pretty well known, thanks to their class website and printed specimen.

This exhibition means a lot to me. I studied on the MATD Reading, and I have a number of friends and colleagues from both programs. Plus, having known both Rob and Sonja Keller for years, I'm pleased to be so impressed with the success their their firm Mota Italic – as well as its new gallery –has had to date.

All of the collateral for the exhibition has been set in the Capitolium typeface, by Gerard Unger. This is quite appropriate, as Gerard is probably the only type designer to regularly instruct at both institutions.«


alle Bilder © Dan Renolds