Sonntag, 30. Oktober 2011

Erneut: Neues Produktsignet für den Berliner Bahn-Regionalverkehr

Vor kurzem habe ich schon hier im Blog darüber geschrieben, dass der Berliner Bahn-Regionalverkehr ein neues Produktsignet bekommen hat.

Jetzt hat mein fleißiger Kumpel, Axel Mauruszat, mich darauf hingewiesen, dass in der neuen Signal (Zeitschrift eines Berliner Fahrgastverbandes) ein Artikel über das Signet geschrieben wurde. Danke Axel!!! Ich muss schon zugestehen, dass der Artikel mich degradiert. Er ist um Weiten kürzer und besser geschrieben als meiner! Zudem beschäftigt er sich mit grafischen Umsetzung des Signets. Unbedingt lesen (klick auf Bild, dann unten links auf show original)!!! (Lars)


Samstag, 29. Oktober 2011

Die Warenhauskette real,– wird zum Integrationshelfer

Einmal hin, alles drin. So lautet der Werbeslogan der real,– SB-Warenhaus GmbH. Im Gesundbrunnen-Center in Berlin/Wedding kann man zudem noch türkisch lernen. Das Warenhaus hat sich hier scheinbar auf die Fahnen geschrieben Integrationshelfer zu spielen: Orientierungsschilder sind hier nämlich auf deutsch und türkisch. Stellt sich nur die Frage, ob hier auch fleißig die Vokabeln gelernt werden …  Oder ob – wie fast überall in Deutschland – die falsche Integrationspolitik durchgeführt wird. Von Politik kann in diesem Fall eigentlich keine Rede sein, denn ich glaube nicht, dass real,– im Bundestag irgendwelche Plätze „gebucht“ hat.

Naja, nichtsdestotrotz bekommt für mich das Wort ORIENTierungsschild in diesem Fall eine ganz neue Bedeutung.

Munter bleiben! (Lars)

P.S. Was passiert wenn Integrationspolitik vergessen oder aber gänzlich ignoriert wird, lässt sich schon in diese SPIEGEL-Reportage ansehen.




Mittwoch, 19. Oktober 2011

Wenn Werbeagenturen keine Ahnung haben …

English Title: If the ad industry has no idea!

The new Kindle TV commercial looked very interesting when I saw it for the first time on television but the more they played the advertisement, and began to interrupt my favorite movie, the more I got annoyed by it. The advertisement kept popping up so many times that in my subconscious I began to discover its typographical flaws! It not only showed the typesetting in the wrong direction but also displayed totally different print results off it on the paper.

Geee!… obviously the commercial producers had no clue what metal type is and how it works yet they wanted to make a cool promotion for a device that claims to take over print! No wonder the ending part of the storyboard drags viewer’s attention from traditional printing into “Cut the Rope” game!

God bless Steve Jobs's soul who had the courage to stand-up for what he believed and refused to fall for the exuberance of the Kitsch mass market. He wanted to revolutionize personal computing and the desktop publishing, but he didn’t just go and make cool things without getting professionals involved in the process. That’s why his products and marketing strategy worked. (Sam)



Typography flaws in the new Kindle Fire TV commercial ad.
Hurray for ǝןpuıʞ! Forget all the flaws in the type setting Typography. The shift from traditional print to the games and gossip magazines at the end is just “astonishing”! --NOT REALLY!
Typography flaws in the new Kindle Fire TV commercial ad.
I “love” the way they show “n” getting inserted into its place! "Gutenberg" must be rolling over in his grave!
The wrong typesetting direction is just “wonderful”! -- Wrong, Wrong and Wrong!

Typography flaws in the new Kindle Fire TV commercial ad.
Look! We set type in the direction we read, and the imprint is ”NOT“ reversed!!! -- Oh ... you kidding me??
Our magic paper can shift the lines and even change the lowercase “w” into a capital letter “W”!!!

Sonntag, 16. Oktober 2011

Wer kennt sie nicht: Die guten alten GRUBKARTEN

Und auch heute habe ich wieder was zu meckern: Selbst bei Thalia findet sich ein ß in Mitten von Großbuchstaben wieder und macht so aus GRUSSKARTEN eben das Wort GRUBKARTEN. (Lars)

„Weltverbesserer sind das Problem, für dessen Lösung sie sich halten.“ Alfred Selacher





Freitag, 14. Oktober 2011

Novum 11/11 – Making of

Ab dem 15. Oktober ist das neue Novum-Magazin im Handel erhältlich. Mit einem – wie ich finde – unglaublich schönem Cover. Das Making Of zeigt, wie viel Liebe und vor allem Mühe in darin steckt. Unbedingt in HD gucken! (Lars)

Typografische Soße: McDonald's führt neue Geschmacksrichtung SÜBSAUER ein

Bei McDonald's ist mir vor Kurzem eine neue Soße in die Hände gefallen – SÜBSAUER. Oder hat sich in die Großschreibung fälschlicherweise ein Eszet eingeschmuggelt? Oder ist es schon das neue Versal-Eszet? Mir egal, ich mag beides nicht – also Eszet innerhalb der Großschreibung oder das Versal-Eszet. SÜSSSAUER hingegen gefällt nicht nur typografisch, sondern auch geschmacklich sehr gut. (Lars)

„Weltverbesserer sind das Problem, für dessen Lösung sie sich halten.“ Alfred Selacher


Mittwoch, 12. Oktober 2011

Reproduktion von Bildern

Für meine Masterarbeit (Fahrgastleitsystem und Erscheinungsbild der BVG) benötige ich sehr viele alte Bilder. Anfangs setzte ich hier noch auf das BVG-Archiv. Viele Bilder, welche ich benötige liegen dort vor – teilweise analog als auch digital. Doch mit meiner Vermutung, dass die BVG mich mit Material versorgen kann, lag ich dann doch daneben. Obwohl ich über einen wichtigen Teil der BVG meine Masterarbeit schreibe, erfahre ich keinerlei Unterstützung vom BVG-Archiv. 4 Euro soll ich stattdessen pro Bild bezahlen! Vor kurzen war ich dann mal im Archiv. Bilder angucken: ja. Ahnung und Wissen vom Bestand: Nein! Kein Wunder, wenn ausrangierte Busfahrer ein Archiv betreiben. Ich musste dann alles selber durchsuchen, weil es der Dame an Kompetenz fehlte und sie lieber Kette rauchen wollte. War mir auch ganz lieb, denn so konnte ich ungestört stöbern und staunen. Als ich am Ende jedoch zur Kasse gebeten wurde, hatte die gute Laune dann ein jähes Ende. Ich musste 6 Euro für 2 Stunden „Archiv-Nutzung“ bezahlen! Wie gesagt: ich habe alleine gesucht. Und noch nicht einmal das Klo benutzt! 6 Euro für nix empfand ich als Frechheit.

Auf Grund dieser Umstände bin ich nun – wenn mich nicht Axel Mauruszat (hoch lebe er!) mit Bildern versorgen würde – genötigt mir Bilder aus Büchern (teilweise auch von Axel (hoch lebe er erneut!)) zusammen zu suchen und diese dann zu reproduzieren.

Erste Möglichkeit wäre das Scannen. Gutes Verfahren – jedoch sehr zeitaufwändig. Für einen Scan mit 300dpi und Entrasterung (descreen) benötigt man für eine A4 Seite etwa 5–10 Minuten.

Thomas Meier aka. der Professor, ein guter Freund und Kollege, hat mir dann den Tipp gegeben alles zu fotografieren. Ich war echt skeptisch! „Das kann doch nichts werden“, dachte ich! Und doch! Am Wochenende testeten wir beide Formate. Ich war erstaunt, wie gut die Repros geworden sind. Aber was mich wirklich vom Hocker gehauen hat war die Zeitersparnis: einfach abdrücken, Bild in Photoshop korrigieren (entrastern, Farbkorrektur, etc.) und fertig. Alles in allem – wenn man Massenproduktion betreibt – benötigt man für ein Bild nicht länger als eine Minute.

Nachdem das Verfahren für mich feststand, versuchte ich es qualitativ noch besser zu machen. Problem war, dass ich die Bilder aus der Hand schoss. Nun kann man sich vorstellen, dass dies nicht besonders gut gelingt, da es nie wirklich gelingt die Linse im 90° Winkel zum Bild zu halten. Ergebnis waren schiefe und optisch, verzehrte Kanten. Diese lassen sich natürlich in Photoshop korrigieren, ist aber wieder mit Zeitaufwand verbunden.

Dann habe ich bei ebaykleinanzeigen eine Reprosäule von Dunco gefunden. Neu kostet es 370,– Euro. Ich habe sie für 90 bekommen – und es ist jeden Cent wert; um nicht zu sagen, dass es ein Schnäppchen ist. Die 29 Kilo habe ich dann gerne von Wedding in die Agentur geschleppt. Wer’s schön haben will, muss leiden! Um möglichst wenig Verzerrung durch das Objektiv zu haben, fotografiere ich mit folgendem Objektiv: Nikon AF-S Micro Nikkor 60mm/2.8G Das Objektiv ist der absolute Wahnsinn – leider nicht meins. Kamera (Nikon D7000) ist dann wieder meine.

Hoch lebe Axel, Thomas, Edenspiekermann (Fotostudio) und Nikon! Zur Verteidigung der BVG muss gesagt werden, dass Axel auch dortiger Mitarbeiter ist. Es gibt also doch Fachpersonal bei der BVG. Over and Out. (Lars)



Ein Resultat der Fotoreproduktion. Das Bildraster wurde nicht entfernt. Lediglich durch Verkleinern des Bildes ist das Raster nicht mehr sichtbar. Quelle: Bilder zur Geschichte der ABOAG, 1928

Sonntag, 9. Oktober 2011

Riesiger Wespenschwam bei Edenspiekermann in Berlin

Während des Wochenendes durfte ich in die Agentur (Edenspiekermann, Berlin), um Material für die Masterarbeit zu digitalisieren.

Als ich dann gerade aus dem Hinterhoffenster der Agentur geguckt habe, dachte ich, dass ein riesiger Wespenschwarm im Anflug sei! Aber nein, es sind doch nur grob geschätzt 300 Leute, die sich auf der Ullstein-Party (vielleicht Jubiläum) unterhalten und ggf. betrinken. (Lars)


video

Aus B wird Bahn – Neues Produktsignet für den Berliner Bahn-Regionalverkehr

Seit August 2010 ist auf dem Orientierungs- und Leitsystem der BVG ein neues Produktsignet zu sehen. Es ist eine rote, quadratische Raute mit der Innenschrift »Bahn«. Es soll – genauso wie das schon vorhandene S-Bahn-Signet – den Fahrgästen, welche aus U-Bahn, Bus oder Tram steigen, den Weg zu einem möglichen, weiterführenden Verkehrsmitteln weisen.

Bei der ÖPNV heißt es:
„Ab sofort wird in der Fahrgastinformation im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) für den Bahn-Regionalverkehr ein neues Symbol verwendet. Die rote Raute mit dem Schriftzug "Bahn" löst das rote "B" in weißem Kasten mit rotem Rand ab. Mit dem neuen Symbol soll der Fahrgast leichter verstehen, um welches Verkehrsmittel es sich handelt. Das Symbol wird in der Wegeleitung auf den Bahnhöfen, in den Fahrplänen im Internet sowie in gedruckten Fahrplänen sukzessive ausgetauscht.“

Sukzessive – also Schritt für Schritt – wird das alte Signet ausgetauscht. Ein Jahr nach Einführung ist das alte „B“-Signet noch immer nicht verschwunden. Hätte man sich vorher länger und intensiver mit der Signetfindung beschäftigt, so hätte man das kostenintensive Austauschproblem nicht an den Fersen. Naja, guter Rat ist meistens teuer. Zumindest hat man verstanden, dass das alte „B“-Signet von niemanden verstanden wird.

Eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit hätte sicherlich geholfen:

Auf der Internetpräsenz der S-Bahn Berlin findet sich folgende Beschreibung zum S-Bahn-Signet:
„Im Dezember 1930 führte die Reichsbahndirektion das S-Bahn-Signet für die Stadt-Schnell-Bahn ein. Das weiße „S“ auf grünem Grund etablierte sich schnell als Marke gegenüber dem U-Bahn-Symbol der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Das S-Bahn-Signet hat durch seinen hohen Wiedererkennungswert und das zeitlose Design bis heute Bestand. Immer noch wird darüber diskutiert, ob das „S“ für Schnell- oder Stadtbahn steht, die Antwort darauf ist weiterhin offen.“

Der letzte Satz zeigt deutlich, dass das vor mehr als 80 Jahren entworfene S-Bahn-Signet immer noch nicht von allen richtig gedeutet wird.

Und da alle guten Dinge bekanntlich 3 sind, hat sich die BVG zu allem Überfluss noch ein tolles Rätsel einfallen lassen: zwei äußerst verwirrende Produktsignets. Selbst dem erfahrenen Informationsdesigner (ich bin damit nicht gemeint) erschloss sich der Sinn dieser beiden Signets nicht sofort. Die Rede ist von den zwei Metro-Signets. Eins für Bus und eins für Tram. Doch was ist der Sinn dieser MetroBus- und MetroTram-Signets und welches ist welches?

Orangener Kreis mit weißem M ist das Signet für den MetroBus. Das quadratische demnach das Signet der MetroTram. Doch was soll der Blödsinn? Blödsinn ist in diesem Fall nicht die eleganteste Wort, um den Sinn der Signets zu verdeutlichen – jedoch passend. Und hier die Auflösung: MetroBus und -Tram verkehren in dichterer Taktfolge. In der Innenstadt werden viele Metrolinien im 5- bis 10-Minuten-Takt bedient. Zudem besteht in Berlin ein durchgehender Tag- und Nachtbetrieb. Nachts fahren die Linien im 30-Minuten-Takt. Und dafür benötigt man zwei neue Signets? Fazit: Unnötige Verwirrung! Diesen Fakt haben die BVGer wahrscheinlich gemerkt. Denn seit Kurzem werden die Metrolinien nicht mehr so beworben, wie noch vor einigen Jahren. Mal abwarten was passiert… (Lars)







Verschwindet denn jetzt auch das Lokomotiv–Signet auf dem Bahn-Leitsystem?



Freitag, 7. Oktober 2011

Orientierungs- und Leitsystem: Flughafen Berlin Tegel »Otto Lilienthal«

Zum 3. Juni 2012 soll der Flughafen Berlin Tegel »Otto Lilienthal« geschlossen werden. Grund ist der Bau eines neuen, leistungsstärkeren Flughafens: BER | Flughafen Berlin Brandenburg

Da ich zur Zeit meine Masterarbeit über das Erscheinungsbild der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schreibe und diesbezüglich Bilder vom alten Leit- und Orientierungssystem Mangelware sind, habe ich mir gedacht, dass der Tag kommen wird, an dem diese Bilder benötigt werden und ihren Sinn finden werden.

Fazit: Für das schönste und vor allem effektivste Leitsystem bekommt Tegels Flughafen sicher keinen Oscar. Vielleicht reicht es ja zur Goldenen Himbeere. (Lars)